Das Datennetz zu Hause

In den meisten Haushalten hängen heute viele Geräte am Internet, vom Laptop bis zum Fernseher.

Zusammen bilden sie ein kleines Datennetz. Diese Seite erklärt, wie Sie es absichern und was Sie tun können, wenn der Anschluss zu langsam ist. Sie stützt sich auf Empfehlungen des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und der Bundesnetzagentur.

Der Router steht in der Mitte

Der Router verbindet alle Geräte im Haushalt mit dem Internet und auch untereinander. Das BSI nennt ihn das Herzstück der digitalen Vernetzung zu Hause.

Ein Heimnetz läuft über Netzwerkkabel (LAN) oder kabellos (WLAN). In Firmen ist LAN häufiger, weil es für große Datenmengen ausgelegt und stabiler ist. Zu Hause ist meist das WLAN der Standard.

Den Router absichern

Die Verwaltung des Routers ist durch ein Passwort geschützt. Manche Router werden noch mit Standardpasswörtern wie „admin“ oder „1234“ ausgeliefert. Ein solches Passwort sollten Sie ändern.

Prüfen Sie regelmäßig, ob die Firmware des Routers aktuell ist. Updates schließen auch Sicherheitslücken. Haben Sie den Router von Ihrem Anbieter, fragen Sie dort nach, ob er die Updates übernimmt.

Viele Router lassen sich auch von außerhalb des Heimnetzes einstellen. Schalten Sie diesen Fernzugriff ab, wenn Sie ihn nicht brauchen. Das gilt auch für andere Funktionen, die Sie nicht nutzen.

Ein sicheres WLAN

Das WLAN-Passwort ist ein anderes als das Router-Passwort. Meist ist ab Werk schon ein sicheres WLAN-Passwort mit 20 Zeichen eingestellt. Ist das nicht so, rät das BSI zu mindestens 20 zusammenhanglosen Zeichen.

Der Name des WLANs sollte nichts über Hersteller oder Modell des Routers verraten. Für Gäste und für weniger sichere Geräte eignet sich ein eigenes Gastnetz. So bleiben sie von Onlinebanking und Homeoffice getrennt.

Unterwegs im fremden WLAN

Öffentliche WLANs im Café oder am Bahnhof teilen sich oft viele Menschen. Das BSI rät, dort keine Bankgeschäfte zu erledigen und keine vertraulichen Daten abzurufen. Wenn es nicht anders geht, dann am besten über ein VPN.

Wenn das Internet zu langsam ist

Ein gewöhnlicher Speedtest reicht nicht, um Rechte gegenüber dem Anbieter geltend zu machen. Die Bundesnetzagentur bietet dafür ein verbindliches Nachweisverfahren an, für das Festnetz und für den Mobilfunk.

Im Festnetz messen Sie mit der Desktop-App der Breitbandmessung. Vorgesehen sind 30 Messungen innerhalb von 14 Tagen, verteilt auf drei Kalendertage mit je zehn Messungen. Gemessen wird über ein LAN-Kabel.

Weicht die Geschwindigkeit erheblich vom Vertrag ab, bekommen Sie ein Messprotokoll. Damit haben Sie gegenüber dem Anbieter ein Recht auf Minderung oder Sonderkündigung. Diese Rechte machen Sie selbst beim Anbieter geltend. Kommt keine Einigung zustande, können Sie bei der Bundesnetzagentur eine Schlichtung beantragen.

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